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1Q84 - Haruki Murakami

Ich hasse es, das schreiben zu müssen. Ich bin ein ziemlicher Fan von Murakami, aber leider hat er mich im Laufe des zweiten Buchs verloren.

 

Vieles, was bisher unklar war, wird aufgelöst. Aber im typischen Murakami-Stil eben auch nicht komplett. Sehr viele Dinge bleiben trotzdem unbekannt (ich erwarte nicht, dass das im 2. Buch einer Serie sein muss). Aber dazu kam eine bestimmte Szene, die mich vollkommen am Verstand einer der Charaktere zweifeln ließ. Ich habe mich regelrecht aufgeregt und konnte es einfach nicht nachvollziehen (vllt. habe ich es nur wirklich nicht verstanden ...)

 

Wenn ein Buch mich einmal aufgeregt hat, kann ich mich schlecht wieder damit anfreunden. Ich bin dann leider manchmal zu voreingenommen. Aber der nächste Aufreger kam sofort zwischen Band 2 und 3 (Anfang und Ende). Hier setze ich einen Spoiler, den wirklich nur lesen sollte, wer die Bücher definitv nicht lesen will oder schon gelesen hat:

 

Am Ende von Buch 2 schwört Tengo: Ich werde alles tun, um Aomame zu finden!

Am Anfang von Buch 3 macht Tengo aber überhaupt NICHTS in dieser Hinsicht. Er verbringt stattdessen die Tage bei seinem Vater im Altersheim um ihm Geschichten vorzulesen. 

Genau so nervig fand ich, dass Aomame jeden Abend auf ihrem Balkon darauf wartet, dass Tengo auf dem Spielplatz auftaucht.

1. Zeigt sie sich damit in der Öffentlichkeit, was sie eigentlich nicht tun sollte.

2. Könnte sie einfach bei der Auskunft anrufen, wo in der Stadt ein Tengo Kawane lebt. Ich weiß, das ist unromantisch. Viel romantischer ist es, zu warten. ... Statt die Auskunft anzurufen, verfolgt sie eines Tages einen offensichtlichen Privatdetektiv bis zum Haus von Tengo. Sie klingelt und _geht wieder_ . Hallo?! 

3. Könnte sie ihrem Tamaru den Auftrag geben, Tengo Kawane zu finden und ihm eine Nachricht zuzspielen, dass Tengo zu dieser und jener Adresse kommen soll. Dann wäre alles gut. Aber eben nicht romantisch/spanned or whatever. :-/

4. Ich könnte sowohl Aomame als auch Tengo manchmal würgen.

Für mich sind das also unlogische Schritte. Es dauert außerdem wieder vieles zu lange. Zu viele Kapitel, in denen nichts bis wenig passiert.

(show spoiler)

 

Da ich an viele Bücher mit viel Logik heran gehe, ist das eher eine "Schwachstelle" von mir. Wenn ich einmal anfange zu analysieren, dann kommt eigentlich keine Geschichte gut weg. Es darf nur nicht so weit kommen und das passiert auch nicht, wenn die Story und die Charaktere mich begeistern. Leider hat Murakami's Geschichte mich irgendwann nicht mehr "eingenommen", stattdessen habe ich angefangen zu analysieren und nach den Schwachstellen gesucht...